Kinder lieben Kinderschokolade. Zumindest scheint dieser Glaube weit verbreitet. Ob es wirklich so ist? Keine Ahnung – ich persönlich habe für das Zeug nichts übrig. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen Schokolade hätte, aber mir schmecken die Ü-Eier, Kinderriegel und sonstigen Innovationen des Ferrero-Konzern einfach nicht. Ist schlicht zu cremig.

Aber zurück zur vermeintlich weit verbreiteten Vorliebe für Kinderschokolade. Unter all‘ den Tanten und Onkels, die zu Besuch aufschlagen, ist sie besonders weit verbreitet. Mild lächelnd drücken sie dem Nachwuchs  bei jedem Intermezzo nicht nur eine Tafel, sondern stets eine Familien-Ration in die Hände. Und so stapeln sich in kürzester Zeit Dutzende von Tafeln im  Abstellraum.

Um es klar zu sagen: Ich bin kein alternativ angehauchter Schoko-Hasser, wie man sie neuerdings vielerorts antrifft. Meinetwegen kann der Nachwuchs das Zeug genießen, bis ihm schlecht wird – macht man einmal im Leben, danach nie wieder. Wenn der Abstellraum allerdings zu einem Schokoladenlager mutiert und BestPapi nicht mehr weiß, wo er das Bier für den Champions-League-Abend lagern soll, dann ist Schluss mit lustig.

Aber was soll man mit 20 Tafeln Kinderschokolade anfangen? Wegschmeißen? Einen Handel aufmachen?

BestMami hatte die Lösung: Gemeinsam mit dem Nachwuchs zerhackten wir das süße Zeug, warfen es in eine große Schüssel – und backten daraus Kinderschokoladen-Muffins.

Klingt kompliziert? Kein Job für BestPapi? Dachte ich mir auch, denn ein Meister der Backkunst war und bin ich nun wirklich nicht. Aber es ist leichter als gedacht – man muss sich einfach mal trauen und loslegen. Und unter Anleitung von BestMami lernte selbst unsereins, wie man gemeinsam mit dem Nachwuchs die Küche an einem Sonntagmorgen verwüstet:

 

Kinderschokoladen-Muffins: Zutaten

1. Was man braucht, um die Kinderschokoladen-Vorräte zu eliminieren

Fürs Foto hat BestPapi die Zutaten auf dem Küchentisch arrangiert – ist der Übersicht geschuldet, aber keineswegs  zwingend. Abhängig von der Größe des Backblechs kann man mit den folgenden Zutaten zwischen zwölf und 24 Muffins backen:

200g Mehl, 100g Joghurt, 150g Butter, 150g Zucker, 3 EierVanille-Zucker, Backpulver

…und 100g Kinderschokolade

 

Muffins_Backblech

2. Die Vorbereitungen

Los geht’s: Die Butter und die Schokolade in einen Topf auf den Herd – und rührend schmelzen.

Unterdessen den Backofen auf 180°C vorheizen.

Das Muffinblech mit Papierförmchen bestücken

 

Muffins_Mixen

3. Mixer an!

Joghurt, Zucker, Vanille-Zucker und die Eier gut miteinander verrühren, Danach die geschmolzene Butter-Schokolade hinzugeben. Diese sollte schon etwas abgekühlt sein. Die Eier mögen es nicht so gerne, wenn sie heiß übergossen werden. Das alles noch einmal gut miteinander verrühren.

 

Muffins – Mehl und Sieb

4. Da fliegt uns doch das Blech weg!

Das Mehl mit einem halben Päckchen Backpulver vermengen und über die Ei-Joghurt Masse sieben.

Wichtig: Ohne das Sieben bleibt das Mehl – und vor alles das Backpulver – klumpig. Und das schmeckt so gar nicht.

Alles gut miteinander vermengen und ab in die Förmchen.

 

Muffins Backen

5. Und nun viel Hitze!

Die Förmchen etwas zu 2/3 füllen. Nicht zu viel in die Förmchen füllen, denn die Muffins gehen enorm auf.

Anschließend das Blech für ca. 20-25 Minuten bei 180°C (Ober- Unterhitze, auf mittlerer Schiene) backen.

Danach: Das Blech herausnehmen und die Muffins im Blech etwa 10 Minuten ausdampfen lassen. Anschließend auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

 

Muffins Deko

6. Deko – muss sein

Eigentlich sind die Muffins nun fertig. Unsere Tochter sieht das allerdings anders – Smarties sind ein Muss für jeden Muffin.

Zusätzlich kann man auch noch 3-4 Kinder-Schokoriegel in einem Wasserbad schmelzen und im flüssigen Zustand über die Muffins tröpfeln. So bleiben die Smarties drauf kleben – und der Nachwuchs ist glücklich.

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