Es waren schlimme Tage und Nächte – damals im Dezember 2010, als unsere erste Tochter zur Welt gekommen war. Wir konnten machen, was wir wollten: Sie schrie rund um die Uhr. Nahezu ohne Unterbrechung. Und BestPapi hatte nicht den Hauch einer Ahnung, was man in einer solchen Situation machen kann.

Wir versuchten es mit Hopsen, Schunkeln, Wiener Walzer Im Dreivierteltakt. Völlig erfolglos. Es folgte Samba –  schnelle, federnde Hüpfer von links nach rechts. Dreieinhalb Stunden lang, morgens zwischen halb drei und fünf. Der Einzige, der ermüdet zu Boden sank, war ich. Meine Tochter schrie ohne Unterbrechung weiter.

Einige erfolglose Versuche später – nach einer weiteren durchtanzten Nacht – machten wir eine interessante Beobachtung: Nach der Morgendusche hatte ich den Fön für einige Sekunden angeschmissen und urplötzlich verstummte das Geschrei. Mehr noch: Emi hatte den Weg ins Traumland gefunden – und war sogar eingeschlafen. In Folge dieses phänomenalen Ereignisses wurde der über 20 Jahre alt Braun-Fön nun zum wichtigsten Helfer  in allen Lebenslagen. Stets lag er nur einen Handgriff entfernt.

Das Glück hielt allerdings nur bedingt. Nach ein bis zwei Wochen hatte der Fön mehr oder weniger ausgedient – und wieder machte Emi ihrem Ruf als Schreikind alle Ehre. Ernüchtert suchten wir nach anderen Geräuschenkulissen, die das Einschlafen erleichtern. Als sehr effektiv entpuppte sich das Rauschen des Wasserhahns. Einziger Wehrmutstropfen: Sobald das Geräusch verstummte, ging das Geschrei wieder los. Also ließen wir das Wasser laufen: 20 Minuten lang, vielleicht auch länger. Ich weiß es nicht mehr. Natürlich war das ökologisch nicht in Ordnung und alles andere als politisch korrekt. Gedanklich hatte ich mich auch schon darauf eingestellt, dass die Nachbarn irgendwann die Ökopolizei rufen würden. Umso mehr war ich wild entschlossen mit “allgemeinem Notstand” zu argumentieren.

Soweit wollte ich es nicht kommen lassen, und der liebe Herrgott offensichtlich auch nicht. Denn er schickte einen Gedankenblitz, der unser Leben schlagartig um 92 Prozent verbesserte:

Warum nicht das Geräusch des laufenden Wasserhahns per iPhone aufnehmen und dann in einer Endlosschleife stundenlang abspielen? Oder besser noch: Warum überhaupt irgendwelche Geräusche aufnehmen, wenn man diese doch auch in einer App bekommen kann?

Die Suche nach einem passenden Helfer führte BestPapi zu “Ambiance”, einer Geräuschgenerator-App, die für iPhone und andere Plattformen erhältlich ist und mit der man jeden Raum in Sekunden in einen Dschungel, einen Waschsalon oder auch die Innenkabine eines Langstreckenfliegers verwandeln kann.

Seht hier, wie das Ding funktioniert:

Einschlummern mit der Ambiance-App from BestPapi on Vimeo.

Das kleine Programm ist in zwei Varianten erhältlich: einer kostenlosen Light-Version, mit der man bis zu drei Sounds herunterladen kann, sowie einer Vollversion für unter drei Euro, die den vollen Zugriff auf mehrere tausend Klänge erlaubt.

BestPapi meint: Ambiance ist das perfekte Tool zum Einschlafen – für Kinder oder auch Erwachsene. Selten waren 2,69 Euro so gut investiert.

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