Pflaster – klar, die benötigt man in jedem Haushalt. Vor allem, wenn Kinder durch die Gegend toben, denn kleine Verletzungen sind unter diesen Umständen an der Tagesordnung. Also rein in die nächstbeste Apotheke und fix eine Packung Hansaplast besorgt. Doch so einfach ist das nicht – die Wahl des Pflasters ist alles andere als leicht. Wenn man es allerdings richtig anstellt, leisten die Mini-Kleber unglaubliche Dienste.

Der Normalfall: Kind fällt irgendwo runter, Kind hat Schürfwunde, Kind schreit, Mutti pustet. Doch Kind schreit weiter. BestPapi rennt dann schnellstmöglich zur Hausaoptheke, kehrt mit einem halbwegs sterilen High-Quality-Pflaster zurück – und in Sekunden ist alles wieder gut.

Dieses Heilverfahren funktionierte bei uns so gut, dass es fortan nicht nur bei Schürfwunden, sondern bei jeder Art von Übel zum Einsatz kam – selbst wenn der Bruder an den Haaren gezogen oder ein anderes Kind ein Spielzeug weggenommen hatte. Kaum war das Pflaster gesetzt, schon war alles wieder in Ordnung.

Foto: U.Hannemann, BestPapi (2014)

Je mehr Verwendungszwecke wir entdeckten, desto größer wurde unser Pflasterkonsum – und die Ausgaben für die Klebestreifen wuchsen beträchtlich. Es half daher nichts: Wir mussten die Kosten senken. In dieser Situation entdeckten wir die preiswerten IKEA-Kinderpflaster, die das Möbelhaus sehr günstig unters Volk bringt. Keine Ahnung, ob die Dinger unter medizinischen Gesichtspunkten etwas taugen. Für den kleinen Einsatz zwischendurch sind sie allerdings sehr geeignet.

Je häufiger wir von unseren Erfolgen berichteten, desto mehr beschenkten uns die Gäste des Hauses mit Pflaster unterschiedlichster Art – mit der fatalen Folge, dass unser Nachwuchs nun stets ein ganz bestimmtes Motiv einfordert. Mal muss es “Bibi Blocksberg” sein, dann eher ein “Marienkäfer” oder ein “Planet” und hin und wieder auch eine “Katze”. Und wehe, das richtige Pflaster (in der richtigen Größe) ist nicht griffbereit – dann wird das Geschrei noch größer.

Die Heilkraft eines passenden Pflasters ist riesig – jeder Mediziner, jeder Pharmavertreter wäre erstaunt. Nach nur zwei Minuten wird das mit viel Liebe aufgeklebte Stückchen Kunststoff wieder runtergerissen  – und mit den Worten „Ist schon verheilt“ in irgendeine Ecke der Wohnung geklebt.

Foto: U.Hannemann, BestPapi (2014)

Das wirklich Wundersame: Pflaster heilen nicht nur Kinderhaut, sondern sind universell einsetzbar. War der Nachwuchs mal wieder etwas übermütig und hat beim Spielen etwas zu Bruch gehen lassen, kommt das Pflaster auch an defekten Alltagsgegenständen zum Einsatz.

Emi Eule wollte zum Beispiel ihre neue Kinderzimmeruhr in Augenschein nehmen und ließ diese prompt aus den Händen gleiten. Damals lagen die Pflaster noch in ihrer Reichweite, und ehe wir uns versehen hatten, hatte sie bereits nach einem passenden Streifen gelangt. Sekundenschnell war das Pflaster ausgepackt und die vermeintlich defekte Uhr verarztet. Dass sie wenig später wieder tickte, war für Emi der Beweis, dass Pflaster immer helfen: “Ist schon verheilt.”

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