Rückblick – wie alles begann

Meine journalistische Arbeit startete ich Anfang der 90er Jahre während meines Jura-Studiums an der Universität Bielefeld. Als Autor und freier Redakteur schrieb ich damals für das Universitätsmagazin Paragraphenreiter.

 

Justitia, Bielefeld (1992 – 1994)
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JUSTITIA, Heft 2/93

Recht schnell erkannten einige Kommilitonen und ich das Potential eines Special-Interest-Magazins für Jura-Studenten – und gründeten unser eigenes Magazin JUSTITIA – ein unabhängiges, werbefinanziertes Magazin mit einer spitzen Zielgruppe.

Meine Aufgabenbereiche waren vielfältig: Ich schrieb Texte und führte Interviews, kümmerte mich aber auch um Layout, Anzeigenakquise und Vertrieb. Nach heutigen Maßstäben würde man wohl von einem StartUp sprechen – und ich war in diesem Team der Mann für alle Fälle.

 

Neue Westfälische, Bielefeld (1993 – 1998)
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Meiner erster Artikel für Bild (November 1994)

Im Verlauf der Semester verschoben sich meine Interessen. Während sich meine Mitstreiter an der Universität zunehmend um ihr Studium kümmerten und für diverse Prüfungen lernten, wuchs mein Interesse am Journalismus. Ich startete als freier Autor für die Neue Westfälische in Bielefeld und sammelte in der Folgezeit weitere Erfahrungen bei der B.Z., Bild, dpa und dem NDR.

Schließlich kehrte ich nach Bielefeld zurück und volontierte bei meinem Heimatblatt. Mit OWL-Online gründete die Neue Westfälische Mitte der 90er Jahre einen eigenen Online-Service, den ich als Gründungsredakteur mit aus der Taufe hob.

 

 

Selbstständigkeit (1998)
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Bericht über das ESC-Finale in Birmingham (Berliner Tagesspiegel, Mai 1998)

Die Freude am Reporterleben blieb in dieser Zeit leider etwas auf der Strecke – weshalb ich nach einem Jahr in die Selbstständigkeit wechselte. Für diverse deutsche Tageszeitungen berichtete ich wieder aus aller Welt.

Ein Highlight war rückblickend die Berichterstattung rund um dem Eurovision Song Contest mit Guildo Horn im Frühjahr 1998. Ich begleitete den ESC-Vorentscheid in Bremen und berichtete auch vom Finale in Birmingham. Meine Texte liefen unter anderem im Berliner Tagesspiegel, im Flensburger Tageblatt, in der Passauer Neue Presse, bei der Freien Presse Chemnitz sowie bei Cityweb Deutschland.

 

 

 

Connect, Stuttgart (1998 – 2001)
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Connect-Titel (Mai 2000)

Wenige Monate später zog es mich wieder in eine Redaktion – diesmal zum Telekommunikations-Magazin Connect nach Stuttgart. Es waren die Zeiten, in der Internet und Mobilfunk zu einem Massenphänomen wurden und sich in beiden Branchen eine gewisse Goldgräberstimmung breit machte. Als Redakteur und Ressortleiter betreute ich die Bereiche Netze, Ratgeber & Tarife. Ein Höhepunkt war die UMTS-Versteigerung im Jahr 2001, die ich vor Ort in Mainz verfolgte. Für etliche Radio- und TV-Sender kommentierte ich das Geschehen in der Mobilfunk- und Internet-Branche als Experte (s. unten).

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Auftritt als Experte bei n-tv (2001)

 

FOCUS, München (2001 – 2010)

2001 wechselte ich zum Nachrichtenmagazin FOCUS nach München. Im neu geschaffenen Internet-Ressort berichtete ich über die rasante Entwicklung im Netz unter technischen, aber auch gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Ich  konzipierte und schrieb mehrere Titel-Geschichten – unter anderem zum damals noch recht jungen Thema Online-Dating – und begleitete insbesondere den (Wieder-)Aufstieg von Google, Facebook und Apple.

Als einer der ersten deutschen Journalisten testete ich die erste Generation des iPhone. Parallel trat ich in dieser Zeit auch immer wieder als Referent bei der Workshop-Reihe „Meet the Press“ auf, in der ich gemeinsam mit Kollegen  PR-Verantwortlichen die Arbeitsweise von Journalisten vermittelten.

Eine Auswahl an FOCUS-Titelgeschichten

Ausflug auf die andere Seite (2010) – und zurück

Ab 2009 veränderte sich der Medienmarkt zunehmend. Ich wechselte ins Ressort „Forschung & Technik“, später ins Ressort „Modernes Leben“. Das Jahr 2010 markierte eine persönliche Zeitenwende. Helmut Markwort verabschiedete sich aus der Chefredaktion von FOCUS, und vieles veränderte sich – sowohl beruflich, als auch privat. Denn die Geburt unserer ersten Tochter stand ins Haus. Meine Frau und ich entschieden, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Gemeinsam zogen wir noch vor der Geburt nach Düsseldorf, wo ich als Leiter Produkt-PR bei einem Netzbetreiber einen neuen Job annahm.

Diese Entscheidung entpuppte sich als Fehler, weshalb wir bereits nach einem Jahr zurück nach München zogen. Hier machte ich mich erneut selbstständig – diesmal als Autor, freier Redakteur und Medienberater. Unter anderem schrieb ich für die WirtschaftsWoche und CHIP. Dort war ein Sonderheft zum Thema „Mac“ meine erste eigenkonzipierte Veröffentlichung.

Parallel zu meiner journalistischen Tätigkeit arbeite ich als Medienberater auf Projektbasis für diverse Unternehmen und Verbände und optimiere deren Pressearbeit.

 

WIRED, München (2012 – 2014)

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Im Jahr 2011 wagte der CondéNast-Verlag mit der deutschen Ausgabe des US-Magazins Wired eine interessante Neuveröffentlichung. In der Einführungsphase ab 2012  arbeitete ich dort als freier Redakteur und entwickelte das Technik- und Gadget-Ressort. Im Jahr 2014 zog die Redaktion nach Berlin, so dass dieses Engagement leider endete. In Erinnerung bleibt eine sehr gleichermaßen spannende wie lehrreiche Zeit, in der ich viel über die Optik von Magazin-Titeln lernen durfte.

 

 

 

BestPapi.com / BulleundBrut.de, München (seit 2014)

Im Mai 2014 startete ich die erste Variante meines Blogs. „Bestpapi – Vom Leben und Überleben mit der Brut“. Damals lag der Fokus auf Anfänger-Tipps für frischgebackene Väter, die ihr Bestes geben.

Der Weg zum eigenen, markenrechtlich-geschützten Logo war weit – hier einige Varianten, die zwischenzeitlich zur Diskussion standen:

 

Später unterstützte ich zudem meine Frau beim Start Ihre Blogs „BulleundBrut“. Das Blog greift typische Themen auf, die eine junge Mutter beschäftigen. Die Besonderheit: Da meine Frau seit der Geburt unserer Kinder kaum noch arbeiten konnte, hat sie ihr Knowhow rund um Aktien in den heimischen vier Wänden vertieft – und so einen „Mami-Blick“ auf die Vermögensbildung an der Börse entwickelt. Bei BulleundBrut.de thematisiert sie ihre Erkenntnisse, sofern es die Zeit nach der Geburt unseres dritten Kindes zulässt.

 

FOCUS Spezial, München (seit 2013)

Auf Projektbasis betreue ich seit 2013 diverse FOCUS-Spezial-Sonderhefte und kümmere mich dort insbesondere um die Redaktionskoordination. Das Spektrum der Veröffentlichungen reicht von „Immobilien-Atlas“ und „Top-Anwälte“ bis zu „Die besten Arbeitgeber“ und „Karriere – Top-Headhunter“.

 

BestPapi.com (Version 2), München (seit 2016)

Im Frühjahr 2016 habe ich BestPapi.com einem Relaunch unterzogen. Statt „Papi-Themen“ blickt das Blog nun auf Technik, Business und Lifestyle“. Neuer Claim: „BestPapi – Wenn Väter wieder Männer sind“.