Heute ist Vatertag – und nach einer schier endlos lang erscheinenden Vorbereitungszeit startet heute „BestPapi – Vom Leben und Überleben mit der Brut“. Somit heißt es für mich: Herzlich willkommen – schön, dass Ihr den Weg hierher gefunden habt!

Erste Ideen zu diesem kleinen Webprojekt entstanden vor rund drei Jahren nach der Geburt meiner ersten Tochter. Kurz zuvor hatte ich meinen Job als Redakteur bei FOCUS an den Nagel gehängt, eine neue Tätigkeit als Pressesprecher entpuppt sich als Fehler und so war ich auf einmal hauptberuflicher Vater in Elternzeit. Eine Herausforderung – denn ich hatte keine Ahnung, auf was ich mich da eingelassen hatte.

Frauenzeitschriften propagieren in diesem Zusammenhang gern das Bild vom „neuen Mann“, der nach Jahrhunderten des Jagens und Sammelns endlich die weibliche Seite in sich entdeckt und nun den perfekten Hausmann gibt. Dieser Typ Mann existiert durchaus – allein ich persönlich bin es nicht und werde es auch niemals sein. Zuviel Klischee, zuviel Wunschdenken.

Umso mehr fahndete ich in den ersten Monaten meiner Vaterschaft nach smarten Leitfäden und praktischen Ideen für meinen neuen Job als Vater. Auf der Suche nach Antworten landet ich schnell bei einschlägigen Ratgebern am Kiosk, im Buchhandel und im Netz. Fachlich gehen diese völlig in Ordnung, doch persönlich komme ich mit dem häufig belehrend-problematisierenden Unterton dieser Publikationen nicht klar.

Schnell stellte ich fest, dass es anderen Vätern ähnlich geht. Das Dilemma: Kinder- und Baby-Ratgeber-Seiten werden in der Regel von Frauen für Frauen gemacht – und schießen damit an vielen Männern vorbei. BestPapi will an dieser Stelle einen Kontrapunkt zu der von Müttern dominierten Produkt- und Erlebniswelt rund um Kind und Kegel setzen. Im Mittelpunkt steht der neue, emanzipierte Vater, der den Alltag mit Kindern nach besten Kräften bewältigen, sich seiner kindlichen Männlichkeit allerdings nicht berauben lassen will.

In diesem Sinne versteht sich BestPapi als ein unterhaltsam-informatives Lifestyle-Magazin, das die Fehlbarkeit des Vaterdaseins ironisch widerspiegelt – oder wie es Demi Moore einst formulierte: „Das Einzige Deiner Kinder, das nie erwachsen wird, ist Dein Ehemann.“

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